Vom Ding an sich zum Dasein: Wille, Entsagung und Existenz

Vom Ding an sich zum Dasein: Wille, Entsagung und Existenz

Es ist vollbracht.

Mein neues Buch „Happy Birthday, liebes Universum“ geht in die Veröffentlichung.

Der Untertitel lautet:

Philosophische Texte zu Aufklärung, Spiritualität, Künstlicher Intelligenz und vielem mehr

Das „und vielem mehr“ ist dabei durchaus ernst gemeint.

Den Auftakt bildet ein Vortrag, der nie gehalten wurde. Er beginnt beim Urknall, führt über Quantenphysik und Erkenntnistheorie zu Kant und schließlich zu der Frage, die sich hartnäckig jeder endgültigen Antwort widersetzt: Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?

Von dort aus führen die Texte weiter durch die Philosophie der Aufklärung, zu Schopenhauer und Heidegger, zu Wahrheit, Sinn, Tod und menschlicher Existenz. Ein eigener Teil beschäftigt sich mit meiner früheren spirituellen Suche, ein weiterer mit Künstlicher Intelligenz und der merkwürdigen Erfahrung, plötzlich mit einer Maschine über Bewusstsein, Denken und Menschsein philosophieren zu können.

Das Buch will kein philosophisches System errichten. Dazu fehlt mir schon die Neigung, und vermutlich ist die Menschheit mit philosophischen Systemen ohnehin ausreichend versorgt.

Es sind Denkbewegungen.

Versuche, einige der Fragen auszuhalten, die unsere Vernunft nun einmal stellt, obwohl sie sie möglicherweise niemals beantworten kann.

Dabei komme ich immer wieder bei Kant an. Bei der Einsicht, dass Aufklärung nicht darin besteht, endlich die Wahrheit gefunden zu haben, sondern die Grenzen dessen zu erkennen, was wir überhaupt wissen können.

Schopenhauer erinnert daran, wie bereitwillig die Vernunft sich in den Dienst unseres Wollens stellt. Heidegger führt zurück zum Menschen in seiner konkreten Existenz. Der Buddhismus bringt die Nicht-Anhaftung ins Spiel. Und am Ende bleibt für mich erstaunlich wenig übrig:

Der Mensch in seiner Welt, dieses absurde Wesen in einem rätselhaften, unergründlichen und sinnfreien Universum aus Energie – sein Sinn besteht in seinem Dasein.

DAS IST ALLES.

Vielleicht ist das wenig.

Vielleicht ist es aber auch verdammt viel.

Das Buch wird bei Books on Demand erscheinen. Und nachdem ich in den vergangenen Wochen vermutlich jeden Gedankenstrich, jeden Seitenumbruch und jedes philosophische Komma mindestens dreimal angesehen habe, darf es jetzt endlich hinaus in die Welt.

Happy Birthday, liebes Universum.
Wir hätten da ein paar Fragen.

PS.: Bei Interesse sende ich dir gerne einen Auszug zu. Dieser Auszug ist das Abschlusskapitel des zentralen Essays "Vom Ding an sich zum Dasein: Wille, Entsagung und Existenz". Schreib mir eine kurze Mail.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft. Freigegeben werden Beiträge, die zur Sache beitragen und respektvoll bleiben.